"Ich bin nicht immer meiner Meinung."
Paul Valéry


Dienstag, 21. Juni 2011

Marx: Alle Windkraftanlagen stillegen!

In Kirtorf im Vogelsbergkreis ist am Sonntag ein Windkraftrad umgeknickt und hat die gesamte Anlage zerlegt. “Warum kann ein Windrad einfach abknicken”, fragt die Alsfelder Allgemeine, “obwohl es eigentlich auf Kräfte ausgelegt ist, ‘die einer Tsunami-Böe (sic!) trotzen’?” Nach diesem Super-Gau fordert der Landrat Rudolf Marx die sofortige Stillegung sämtlicher Windkraftanlagen gleichen Typs. “Aus Gründen der Sicherheit”. Das verdient Respekt. Seit Fukushima ist man auch im Vogelsberg wachsam geworden. Immerhin stehen hier noch 17 WKA gleichen Typs, die eigentlich Tsunamis und Böen aller Art trotzen können müssten, inklusive der entsprechenden “Kräfte”.
Schlimm für den Vogelsberg, wo normalerweise mäßige Kräfte walten. Doch auch im gesamten Bundesgebiet sind hunderte dieser Anlagen im Einsatz. Was wird nun aus der Energiewende?
Im Vogelsberg schaut man besorgt auf die Skyline, an der sie noch immer rotieren, unsere vielen schönen Windsammler. Man hatte gerade begonnen, sich an sie zu gewöhnen… …

Kommentare:

  1. Gerhard Sponsel21. Juni 2011 um 18:22

    Man ringt um Lösungen ?
    Ein Ethikkommision muß her. Die muß schnellstens dem deutschen Volke den sofortigen Ausstieg aus der Windenergie moralisch erklären können.
    Frau Margot Käßmann, bitte übernehmen Sie !
    Tiefer wie in Gottes Hand könne man nicht fallen, wie der blaue Engel ja immer betont. Den Eltern, Geschwistern und Verwandten, der durch erneuerbare Energien zu Tode geschredderten Vögel, wäre eine sofortige Abschaltung der Windenergie-Kraftwerke am liebsten. Aber wer schert sich schon um Vögel.
    Die paradiesischen Aussichten der zur Zeit arbeitslosen Bischöfin, immer in Gottes Hand zu fallen, nützen dem Menschen und den Vögeln, wenn sie von einem Windrad erschlagen werden, nichts mehr. Es tröstet höchstens nur die Hinterbliebenen! Trauerarbeit als Fortschritt?
    Müssen eigentlich solche Störfälle gemeldet werden ?
    Wann fordern die Grünen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß? Der Umweltminister Röttgen hat ja nicht einmal die Windmühlen im "Griff"!
    Fragen über Fragen !

    AntwortenLöschen
  2. "Blauer Engel", danke Herr Sponsel, das rettet mir den Abend.

    Gegen Windkraftanlagen bin ich auch. Aber beim Argument der geschredderten Vögel, sollte man das Augenmaß behalten.

    Ich bin mir ganz sicher, mal in einem der Sachbücher von Maxeiner+Miersch gelesen zu haben, daß in Großbritannien
    30 000Vögel im Jahr von Rotoren zerfetzt werden. Aber 200 Millionen von Katzen.

    WKA abschaffen? gerne. Aber Katzen abschaffen?
    No.

    Michael Boden

    AntwortenLöschen
  3. Frau Stephan,

    soll der von Ihnen eingestellte Artikel nun ein besonders geschickter und erhellender "Perspektivwechsel" oder doch einfach nur eine "Retourkutsche" sein?

    Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn ein umstürzendes Windrad einen Menschen, der eventuell in einem einsamen Windpark z.B. auf den Versorgungswegen mit seinem Hund spazieren geht exakt erwischen sollte. Aber ich will nix berufen: toi toi toi!

    Beruhigend ist aber, dass die WKA nach solch einem Unfall (die Klassifizierung als Windkraft Super-Gau ist da schon legitim) ihren Betrieb innerhalb von Sekunden selbstständig einstellt, so dass zumindest in Zukunft für Mensch und Umwelt keine weitere Gefahr mehr von ihr ausgeht...

    Ubrigens: ich habe bisher noch nie unter einem Windrad einen toten Vogel oder eine tote Fledermaus gesehen. Kann aber Zufall sein - ich halte meine Augen aber weiterhin offen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. SCHWACHSINN!
      Weder auf objektive technische Grundlagen wird hier Wert gelegt noch auf wissenschaftliche Studien.
      Eine Windkraftanlage wird selbstverständlich anständig ausgelegt. Jedoch kann ein technisches und menschliches Versagen niemals zu 100% ausgeschlossen werden. Es ist rein statistisch wahrscheinlicher, dass ihr Wohnhaus bei einem Erdbeben einbricht, als eine Windkraftanlagen.
      Des Weiteren darf sich eine Bebauung nicht so nah an eine Windkraftanlage befinden bzw. Straße, dass diese darauf fallen könnte.
      Bei dem Orakn Kyrill wurden mehrere Menschen von Bäumen erschlagen. Wurden Menschen von umfallenden Windkraftanlagen erschlagen? nein.
      Des Weiteren spottet der Vergleich einer atomaren Katastrophe mit dem Zusammenbruch einer Windkraftanlage jeder Beschreibung.
      Ich denke, dass diese paar Argumente ausreichen sollten um den oben genannten Schwachsinn zu widerlegen.

      Löschen