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Montag, 22. Juli 2013

Soziologen, Experten und andere Spinner

Die „Alternative für Deutschland“? „Vergleichbar mit der Tea Party“, Botschaft: es gebe dort „antidemokratische und homophobe Tendenzen“. Quelle: ein „Soziologe aus Münster.“ Gefunden: beim „Spiegel“ dieser Woche.
Beim „Focus“ – Fakten, Fakten, wir erinnern uns –mutiert der Münsteraner Soziologe gleich zum „Experten“, der sich „besorgt über rechtspopulistische Tendenzen der Partei“ äußert, „die zum Anziehungspunkt extremer Wählergruppen werden könnten.“
Und wer ist dieser Wissenschaftler aus Münster, der „Experte“, der in der neuen Partei „demokratiefeindliche Tendenzen“ festgestellt hat? Auch wenn die Partei natürlich nicht offen zugebe, dass sie das Wahlrecht einschränken will? Woraus wir wohl schließen sollen, dass sie es heimlich will?
Andreas Kemper, 50, wird weder vom „Spiegel“ noch vom „Focus“ nach beweisstarken Belegen gefragt. Seine Behauptung, Vorstandsmitglied Konrad Adam habe „schon mal implizit“ gefordert, Arbeitslosen das Wahlrecht abzuerkennen, ist es jedenfalls nicht. Wer das entsprechende Zitat nachliest, stellt fest: implizit ist ein schöner Ausdruck für etwas, das einer weder gesagt noch „gefordert“ hat.
Wer dennoch ganz schnell das Buch des „Experten“ kaufen möchte, das „Rechte Euro-Rebellion“ betitelt ist, wundert sich über den „Spiegel“ und staunt über den „Focus“. Ein Blick ins Internet hätte geholfen (früher hätte man das Recherche genannt).
Das Buch des Experten ist in einem Verlag erschienen, der die Fahne der Antifa hochhält, um nicht von Propaganda-Schriften zu reden (das tun wir nur implizit). Auf Kempers Website begegnet man einem Menschen mit eher eingeschränktem Wirklichkeits- und Wissenschaftsverständnis, der sich mit „Klassismus“ und „Maskulismus“ bestens auskennt, aber zwischen liberal und konservativ nicht zu unterscheiden weiß – ist ja alles irgendwie rechts, von links aus gesehen. Im öffentlich-rechtlichen Mainstream würde man ihn wahrscheinlich zum „Aktivisten“ adeln. Zu einem „Experten“ gar noch für die AfD macht ihn das nicht.
Dazu adeln ihn Nachrichtenmagazine, die offenbar mittlerweile jeden linken Spinner für eine seriöse Quelle halten.

Wir Untertanen.

  Reden wir mal nicht über das Versagen der Bundes- und Landesregierungen, einzelner Minister, der Frau Kanzler. Dazu ist im Grunde alles ge...