Donnerstag, 21. Januar 2010

Sagen, wie es ist...

Regina Mönch, die kluge Frau aus Berlin, schreibt in der FAZ, wie es ist. Dem ist eigentlich schon nichts mehr hinzuzufügen...

Kommentare:

  1. Rommelspacher nennt keine Gründe für für Unterstellungen, bleibt im Ungefähren, behauptet Dinge, ohne einen einzigen Beleg dafür und anscheinend als Ersatz für die fehlende argumentative Schärfe dämonisiert und verleumdet sie Anderdenkende.

    Das Problem ist doch, dass diese unterstellende, behauptende, diffamierende und im Ungefähren bleibende Methode in der heutigen BRD kaum noch kritisch hinterfragt wird. Regina ist da schon eine seltene Ausnahme. Auch gewisse Studien der FES und des Herrn Heitmeyer bedienen sich recht fragwürdiger Methoden. Gelegentlich werden auch diese demaskiert, das ändert jedoch nichts daran, dass sie selbst die Meinungsbildung in den höchsten Rängen des Bundestags beeinflussen.

    Trotz der, wissenschaftlich betrachtet, lächerlichen Methoden werden diese Studien und Kommentare von den Gläubigen für bare Münze gehalten. Teils aus schierer Dummheit und zumeist weil die Gläubigen halt glauben wollen, was da steht.

    Der Glaube wird nämlich mit Zähnen und Klauen verteidigt, weil er, wie Gideon treffend bemerkte, "identitätsstiftend für die Deutschen" ist: "Wir wissen zwar nicht so recht, wer wir sind, aber wir wissen, wer wir nicht mehr sein wollen: Nazis. Das schweißt zusammen" -- und, wie ich gerne ergänze, schenkt den Gläubigen das speziell aus der deutschen Geschichte gefürchtete, herrlich elitäre Wir-Gefühl der Zugehörigkeit zu einer den Anderen überlegenen Gruppe.

    Cora, die heutigen LRG sind mir zutiefst suspekt. Die sind noch nicht einmal ansatzweise zur Selbstreflexion fähig. Sie bewegen sich intellektuell durch die Bank weg auf dem Niveau durchgeknallter linker Sektierer der 60er und 70er. Selbst wenn ich mich an der alten Ausgabe des Pflasterstrands festhalte, dann bleiben die LRG mir zutiefst suspekt. Eher wird dann alles noch grausiger.

    Von Menschen wie uns, welche die schmerzhafte Selbstkritik der linken Szene der Uni FFM miterlebt haben und dabei zu gewissen, wie ich meine auch sehr wertvollen Erkenntnissen für das weitere Leben gelangten, die ich auch heute noch aus manchen deinenr Zeilen meine herauslesen zu können, können die heutigen LRG keine Solidaritätsbekundungen erwarten.

    Das reine Gegenteil der Solidaritätsbekundung allerdings sehr wohl, denn das Menschen mit unseren Biographien, die begriffen haben, das die Freiheit das wertvollste Gut des Menschen ist, mit anderen freiheitsliebenden, pro-westlichen und pro-israelischen Kräften gemeinsame Sache machen, das ist die natürlichste Sache der Welt und da kann die Rommelspacher und mit ihr die ganze SED soviel toben und schreien wie sie will, daran wird sich niemals etwas ändern.

    Beste Grüsse aus FFM

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  2. Ich halte mich immer noch an die schmerzhafte Selbstkritik der 70er Jahre - das ist ein Prozeß, der niemals endet. Und das Ergebnis ist: Freiheit.
    Danke für diesen Kommentar. Ich steh auf dem Schlauch nur in einem Punkt: Was ist LRG?

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  3. Hi,

    LRG, na schau mal selbst: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kroever/

    Apropos Selbstkritik der 70er Jahre, die Lernprozesse, die Erkenntnisse, alles scheint wie vergessen zu sein. An dem Seitenhieb komme ich auch nicht vorbei zu bemerken, dass es anscheinend auch zu kompliziert für die LRG ist, an unseren Lernprozessen anzuknüpfen, schliesslich sind sie es ja gewohnt, in Politik, Wissenschaft und anderswo Recht zu bekommen, indem sie einfach mit dem Finger auf jemanden zeigen zeigen und "Rechter" schreien. So einfach ist das heute nämlich.

    Verstärkt durch die altbekannte Riege aus der DKP Peripherie erschallt dann auch noch aus dem Osten das alte Hohelied vom Staat als Erlöser von allen Übeln, völlig ungetrübt jeglicher Erkenntnisse marktsozialistischer Koryphäen der vormaligen sozialistischen Bruderländer, allerdings mit mehr Anstand, Würde und Stolz, von unseren bescheidenen Einsichten gar nicht erst zu reden. Hatten wir damals einen Kanzler, mit dem man auf gleicher Augenhöhe über Popper, Adorno, Marcuse, Keynes und Walras diskutieren konnte, so besitzen wir heute eine politische Kaste, die bereits an der Ideengeschichtlichen Zuordnung der auf verfassungskonforme Trinkstärke verdünnten marxistisch-leninistischen grossen Theorie der Gysi&Co verzweifelt.

    An diese Öde gewöhnt las ich vor Jahren einmal ein paar Zeilen über die Grünen. Da konnte man lesen:

    "Denn sie glauben, sich von all den anderen Machtpolitikern noch immer zu unterscheiden durch ihre moralische Überlegenheit, die sie in jeder Krise penetrant zur Schau stellen. Und in der Tat hat sich die Partei nie auf jene Legitimität beschränkt, die sich von Wählerstimmen herleitet. Ihren Auftrag bezog sie höheren Orts: von der Natur. Von den Frauen. Vom Friedensgebot. Von der Gattung – also von allen Instanzen, die einem Parteienstreit enthoben sind. Wer will sich schon an der Natur versündigen? Gegen die Frauen sein? Den Frieden stören? Oder gar außerhalb der Gattung stehen? Eben. "

    Damals brauchte ich gar nicht erst die Bio des Autors zu befragen um zu wissen, dass ich es mit jemandem zu tun habe, der die gleiche Schule absolviert hat, denn das, was dort über die Grünen, die dem Parteienstreit enthoben höheren Instanzen und die Spielregeln der Demokratie geschrieben wurde, entspricht dem, was wir begriffen haben, nachdem wir uns die Meisterdenker, die Köchin und die Menschenfresser gleich mit angetan haben, den Kult der Revolution und die grossen Theorien nach deren Verantwortung für den Millionenfachen national- und realsozialistischen Massenmord hinterfragt haben und uns zu guter Letzt selbst auf den Seziertisch gelegt haben, um herauszufinden, was wir selbst mit dem Morden im Namen der guten und gerechten klassenlosen Gesellschaft zu tun haben.

    Ähnlich Genossin Rommelspacher waren auch damals Gysi und die restlichen Genossen der SED der Meinung, dass wir allesamt Ideologen des kleinbürgerlichen Individualismus wären, die nunmehr endgültig nach Rechts abgeglitten wären. Genossin Rommelspacher besitzt folgedessen einen gefestigten Klassenstandpunkt während wir im Lager der Imperialisten, Turbokapitalisten und Zionisten angelangt sind. Ich fürchte nur, dass wir in Wirklichkeit in einem kleinen exklusiven Klub angelangt sind, denn allzu viele Leser waren es mit tödlicher Sicherheit nicht, die deine Zeilen über die Grünen, die dem Parteienstreit enthoben höheren Instanzen und die Spielregeln der Demokratie verstanden haben.

    Beste Grüsse aus FFM

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  4. LRG = http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kroever/

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